Infos und Empfehlungen zur Osteopathie
Gesundheit als Gleichgewicht - dieses ganzheitliche Denken ist Ansatz und Ziel der Osteopathie. Die Osteopathie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen in den Bewegungen und im Gewebe des menschlichen Körpers - dabei versucht die Osteopathie, ohne Medikamente und Instrumente zu heilen. Die Diagnose durch den Arzt oder Heilpraktiker erfolgt mit spezifischen osteopathischen Techniken, die mit den Händen ausgeführt werden. Osteopathie wird bereits seit vielen Jahren in Amerika und England angewandt - inzwischen werden die Praktiken der Osteopathie auch in Deutschland immer populärer.
Die Grundlagen der Osteopathie
Die ganzheitliche Heilmethode geht davon aus, dass sich Gesundheit durch die Bewegungen unseres Körpers zeigt. Die meisten Bewegungen laufen unbemerkt ab. So schlägt beispielsweise das Herz unwillkürlich, das Blut und die Lymphe fließen in ihren Bahnen und der Darm bewegt sich beim Verdauungsvorgang wellenartig. Sobald diese Bewegungen eingeschränkt sind, kommt es zu Blockaden und im schlimmsten Fall zum Ausbruch von Krankheiten. Diese Störungen machen sich durch Bewegungseinschränkungen bemerkbar, die der Osteopath mit der Technik seiner Hände aufzuspüren und zu lösen vermag. Weil weder Medikamente noch Skalpell zum Einsatz kommen, bezeichnet man die Osteopathie als manuelle Form der Medizin.
Der menschliche Organismus wird in der Osteopathie immer als untrennbare Einheit betrachtet, und erst das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen des Körpers lässt das Ganze, die Gesamtheit, funktionieren. In diesem Sinne versucht der Osteopath die körpereigenen Selbstheilungskräfte des Patienten zu unterstützen. Damit ist die Osteopathie als ganzheitliche Heilmethode eine sinnvolle und ideale Ergänzung zur Schulmedizin. Dabei ist die Osteopathie kein "Hokuspokus", sondern baut auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Biochemie, Anatomie und Physiologie auf.
Anwendungsgebiete der Osteopathie
Die Osteopathie kann bei einer Vielzahl von Beschwerden angewendet werden. Es können beispielsweise Verspannungen gelöst werden und Verletzungen der Muskulatur und Skeletts behandelt werden. Auch Hörstürze, Verdauungsprobleme, Bandscheibenvorfälle, Inkontinenz und Menstruationsbeschwerden können mit der Osteopathie erfolgreich therapiert werden. Dabei spielt das Alter des Patienten keine Rolle, denn auch bei Säuglingen mit Geburtstraumata kann die Osteopathie erfolgreich angewendet werden.
Die Osteopathie nutzt gezielt die Selbstheilungskräfte des Körpers. Daher stößt die Osteopathie an ihre Grenzen bei Erkrankungen, die die Selbstheilungskräfte übersteigen. Bei schweren Erkrankungen sollte daher immer auf die Schulmedizin zurückgegriffen werden, wobei die Osteopathie jedoch, therapiebegleitend eingesetzt, den Heilungsprozess zusätzlich unterstützen kann.
Bezahlt die Krankenkasse Osteopathie Sitzungen?
Die Osteopathie ist leider nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten - somit werden die Kosten in der Regel nicht übernommen. Da jedoch einige private Krankenversicherungen die Behandlungskosten teilweise übernehmen, empfehlen wir, vor Beginn einer osteopathischen Behandlung bei der Krankenkasse nach einer möglichen Kostenübernahme zu fragen.
Wie finde ich gute Osteopathen?
Gute Osteopathen zu finden, ist leider sehr schwer - insbesondere deshalb, da sich viele Scharlatane ohne entsprechende Ausbildung im Bereich der Osteopathie bewegen. Wir empfehlen Ihnen daher, sich im Freundeskreis nach entsprechenden Referenzen umzuhören bzw. im Rahmen des Osteopathie-Preisvergleichs an den Erfahrungsberichten der anderen Patienten zu orientieren.

Die oben aufgeführten Informationen sollten keinesfalls als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie daher, wenn es um Ihre Gesundheit geht, stets auch den Rat Ihres Arztes ein.