Veneers und Non-Prep Veneers
Non-Prep-Veneers sind Veneers,bei denen die Zähne nicht oder nur kaum angeschliffen werden müssen.
Allgemeine Informationen zu (Non-Prep) Veneers
Der Wunsch nach perfekt aussehenden Zähnen durch Veneers ist leider auch mit Nachteilen verbunden. Häufig muss dafür gesunde Zahnsubstanz abgetragen werden, um so Platz für den Ersatz zu schaffen. Hierbei versuchen die Non-Prep Veneers Abhilfe zu schaffen. Das Herstellungsverfahren und die dafür speziell entwickelten Keramiken erlauben dem Zahntechniker, sehr dünne Veneers herzustellen, die ohne Zahnsubstanz-Verlust auskommen. Die Non-Prep Veneers (z.B. Lumineers®) werden praktisch auf nicht oder nur wenig präparierten (beschliffenen) Zähnen angebracht.
Es gibt grob umrissen zwei Veneerarten
- Konventionelle Veneers, die einen Zahnsubstanzabtrag voraussetzen. Das bedeutet, die Zähne müssen erst ein wenig beschliffen werden.
- Non-Prep Veneers, die auf nicht präparierten (nicht beschliffenen) Zähnen eingesetzt werden.
Die Lumineers® gehören in die zweite Kategorie und sind eine Entwicklung des kalifornischen Zahnarztes Dr. Robert Ibsen. Die Lumineers® sind ein eingetragenes Markenzeichen für Non-Prep Veneers des amerikanischen Dentalherstellers Den-Mat-Corporation und werden dementsprechend nur im eigenen zahntechnischen Labor in den USA hergestellt. Die Herstellungstechnik der Lumineers® sowie die dafür verwendete Cerinate-Keramik erlauben dem Zahntechniker, sehr dünne Keramikschalen anzufertigen. Obwohl sie in etwa nur die Materialstärke von Kontaklinsen haben, sind sie äußerst stabil. Der Cerinate-Keramik werden sehr gute optische und physikalische Eigenschaften zugesprochen. Im Gegensatz zu den konventionellen Veneers, bei denen ein gewisser Substanzabtrag notwendig ist, werden die Lumineers® auf nicht beschliffene Zähne geklebt.
Das non- oder minimal-invasive Verfahren für die Lumineersherstellung eignet sich sehr gut:
- für kleinere Zähne, die vergrößert werden müssen
- für Zähne, die Lückenräume aufweisen
- bei Zähnen mit einer sehr dünnen Schmelzschicht
- für junge Patienten/Patientinnen, bei denen das Beschleifen der Zähne aufgrund der großen Zahnpulpa zu Beschwerden führen könnte.
Ablauf
Ein vom Zahnarzt erstellter Abdruck des Gebisses wird in den USA in das Cerinate-Dentallabor verschickt. Die in den USA hergestellten Lumineers® kommen nach 3-4 Wochen in die Zahnarztpraxis zurück, wo der Zahnarzt diese dem Patienten dann einsetzt.
Lumineers® können nur von speziell dafür geschulten und vom Hersteller zertifizierten Zahnärzten eingesetzt werden.
Vorteile der Non-Prep Veneers
- keine Betäubungsspritze
- kein Beschleifen der Zähne
- Provisorien nicht notwendig
- ein erster kurzer Termin für den Abdruck und ein nur weiterer Termin für das Einsetzen
- verlängerte Herstellergarantie über 5 Jahre
- bewährte Technik: 20-jährige Erfahrung des Herstellers
- reversibles Verfahren: rückstandslose Entfernung der Lumineers® bei Bedarf möglich
Nachteile der Non-Prep Veneers
- höhere Kosten im Vergleich zu konventionellen Veneers
- längere Anfertigungsdauer: 3-4 Wochen
- u.U. keine optimale Abdeckung stark verfärbter oder dunkler Zähne aufgrund der niedrigeren Keramikstärke
- in der Regel Versorgung von mindestens 4 bis 10 Zähnen pro Kiefer, um ein einwandfreies und gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen
- präparationsfreier Einsatz von Lumineers® nur in einer begrenzten Zahl von Fällen wirklich möglich
(Autor: Zahnarzt Veneers Hannover)
Lumineers® und Cerinate® sind geschützte Markenzeichen der Firma Den-Mat Holdings, LLC Santa Maria, USA.
Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie daher, wenn es um Ihre Gesundheit geht, den Rat Ihres Arztes ein.
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