Anästhesie
Unter Anästhesie versteht man die vorübergehende Schmerzausschaltung durch eine medizinische Maßnahme.
Man unterscheidet drei Arten:
1. Örtliche Betäubung (Infiltration, Leitungsanästhesie oder Oberflächenanästhesie)
2. Lokalanästhesie (intraligamentär - in die Bänder, intraossär - in den Knochen)
3. Allgemeine Anästhesie (Narkose)
Geschichte der Anästhesie
1844 erfolgte die erste Zahnentfernung durch Zahnarzt Horace Wells in Allgemeinnarkose durch Lachgas
1846 entfernte der Chirurg John Warren einen Tumor am Kieferwinkel unter Äthernarkose
1847 führte der Gynäkologe James Young Simpson Chloroform in die Chirurgie ein
1866 sprühte Zahnarzt Benjamin Ward Richardson erfolgreich Äther als örtliche Betäubung
1884 setzte Zahnarzt Morgan J. Howe eine Kokainlösung zur oberflächlichen Betäubung bei Zahnentfernungen, beim Spalten von Abszessen und anderen Eingriffen ein
1885 schaffte Chirurg William Stewart Halstet den Durchbruch der ersten Leitungsanästhesie
1888 schrieb der Arzt Camille Retard über den Einsatz von Chloräthylsprays
1903 mit Hilfe der Beigabe von Adrenalin verlängert sich Wirkungsdauer und Tiefe der Anästhesien
1904 entwickelt Alfred Einhorn das Jahrzehnte unübertroffene Standardanästhetikum Procian
Bis heute wurden weitere Anästhetika synthetisiert und auch für Risikogruppen entwickelt.
Örtliche Betäubung
Die örtliche Betäubung wird auch als Regionalanästhesie bezeichnet. Die Nervenstämme und Nervenäste werden umspritzt, wodurch das Gebiet von der Einstichstelle abwärts betäubt wird. Dieses Verfahren wird häufig bei den Backenzähnen im Oberkiefer oder Unterkiefer genutzt.
Lokalanästhesie
Im Rahmen der Lokalanästhesie wird die direkte Behandlungsstelle durch nervnahes Injizieren betäubt, was einen raschen Wirkungseintritt zur Folge hat. Gerne wird dieses Verfahren im Unterkiefer nahe des nervus mandibularis (Unterkiefernerv) und nervus mentalis (Kinnnerv) verwendet.
Allgemeine Anästhesie (Narkose)
Bei einer Vollnarkose werden außer dem Schmerzempfinden auch das Bewusstsein sowie Muskelreaktionen und Reflexe ausgeschaltet.
In der zahnärztlichen Praxis gelten Allgemeinnarkosen als Seltenheit, da diese nur bei geistig behinderten Patienten, schweren Angstpatienten, Kindern oder bei großen Eingriffen angewendet werden.
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Die oben aufgeführten Informationen sollten keinesfalls als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie daher, wenn es um Ihre Gesundheit geht, stets auch den Rat Ihres Arztes ein.
Preise und Ablauf zahnmedizinischer Behandlungen
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