Der Eigenanteil bei Gesetzlich Versicherten

Der sog. Eigenanteil entspricht den Gesamtkosten der Zahnbehandlung abzüglich des Festzuschusses der Krankenkasse. Da sich dieser Zuschuss beim Zahnersatz seit geraumer Zeit nicht mehr nach der Höhe der Behandlungskosten, sondern nach dem Befund richtet, ist der Eigenanteil umso höher, je höher die Behandlungskosten sind. Je nachdem was ein Zahnarzt für die Behandlung in seiner Praxis veranschlagt, kommt es daher zu großen Unterschieden bei der Höhe des Eigenanteils, obwohl es sich letztendlich um die gleiche Behandlung handelt. Aus diesem Grund lohnt sich auf jeden Fall ein Preisvergleich, um faire Angebote zu finden.

Berechnung

Eigenanteil = Gesamtkosten der Behandlung - (Festzuschuss + Bonus)

Bei der Berechnung des Eigenanteils für eine zahnmedizinische Behandlung spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

  1. Laborkosten
  2. Zahnarzthonorar
  3. Festzuschuss der Krankenkasse
  4. Bonus

Normalerweise beträgt der Festzuschuss der Krankenkasse 50 Prozent der für die Regelversorgung (Grundversorgung) vorgesehenen Kosten.

Der Bonus

Patienten, die regelmäßige Kontrolluntersuchungen und ein lückenlos geführtes Bonusheft vorweisen können, erhalten von den Krankenkassen einen zusätzlichen Bonus auf die gewährten Festzuschüsse.

 5 Jahre lang lückenlos geführt, + 20 %.
10 Jahre lang lückenlos geführt, + 30 %.

Sozial schwächer gestellte Patienten erhalten einen doppelten Festzuschuss, so dass die Kosten für die Regelversorgung dann meist vollständig abgedeckt sind.

Außerdem kann der Eigenanteil durch eine private Zahnzusatzversicherung ganz oder teilweise versichert werden.

Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie bitte stets auch den Rat Ihres Arztes ein.