Kronen-Arten von A -Z

Zahnkronen können nach unterschiedlichen Charakteristika klassifiziert werden. Neben verwendeten Materialien und Verblendarten kann die Form der Krone, oder auch der Zweck des Setzens einer Krone für eine Einteilung herangezogen werden.

Bei der Angabe der Kosten in folgender Tabelle wurde jeweils die günstigste Möglichkeit der konkreten Kronen-Art, ohne Komplikationen, in einem Gebiet mit großem Wettbewerb unter den Zahnärzten und Zahnlaboren berücksichtigt und geschätzt. Bitte beachten Sie, dass Kronen in der Regel mehr kosten. Wenn Sie wissen möchten, was Ihre Zahnbehandlung unter Wettberwerbsbedingungen kostet, starten Sie gerne kostenlos einen Preisvergleich auf MediKompassDE.

Günstige Angebote vom Zahnarzt erhalten

Zahnkronen können entweder teilweise verblendet oder vollverblendet angefertigt werden. Die Kosten für vollverblendete Kronen sowie für Zahnkronen aus Vollkeramik müssen Gesetzlich Versicherte zu einem großen Teil selbst tragen. Ausschlaggebend für die Höhe dieser Kosten sind zudem das verwendete Material und die Höhe des Zahnarzthonorars. Bei beiden Größen gibt es Spielräume, die nicht auf die Qualität zurückzuführen sind.
Vollverblendete oder vollkeramische Kronen kosten zwischen 250 € und 1.600 €.

Aufgrund dieser Preisunterschiede für vergleichbare Leistungen macht es Sinn, sich Angebote von mehreren Zahnärzten einzuholen. Mit MediKompassDE können Sie das. Einfach schnell und kostenlos unterbreiten Ihnen top-bewertete Ärzte in Ihrer Nähe ein alternatives, günstiges Angebot. MediKompassDE erspart Patienten im Schnitt ca. 40% der Zahnarzt-Kosten.

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Aktuelle Zahnarzt-Preisvergleiche

Unverblendete Kronen fallen unter die Regelversorgung. Ihre Kosten werden daher in den meisten Fällen ungefähr zur Hälfte durch den Festzuschuss der Krankenkasse abgedeckt.
Eine vollverblendete Krone in Nicht-Edelmetall (NEM) schlägt dagegen mi ca. 300 € - 600 € zu Buche. In Edelmetall (meist Gold) ausgeführt können Sie diesen Preis sogar noch verdoppeln.
Die Kosten für eine vollverblendete bzw. eine Vollkeramik-Krone belaufen sich auf  ca. 350 € - 800 €.

Wenn Sie genau wissen möchten, was Kronen in ihrer Region unter Wettbewerbsbedingungen kosten, werfen Sie hier einen  Blick auf aktuelle Preisvergleiche. Durch Klicken auf den Namen der Behandlung können Sie sich so über Zahnärzte und Implantologen informieren, die günstige Kronen anbieten. Lesen Sie zudem Zahnarzt-Bewertungen für Zahnkronen.

  Preisvergleich PLZ, Ort, AnreiseUrsprüngliche Kosten* Aktueller Preis* Gebote RestzeitMgliche Ersparnis*
G Kronen 64579 Gernsheim
Anreise: max. 50km
4.012,55 €
2.200,00 €
2
4T 5h 15min1.812,55 €
G Kronen D-69126 Heidelberg
Anreise: max. 50km
557,00 €
425,00 €
1
4T 5h 8min132,00 €
G Kronen D-72488 Sigmaringen
Anreise: max. 100km
1.015,00 €
750,00 €
1
4T 5h 8min265,00 €
G Kronen D-22880 Wedel
Anreise: max. 50km
697,39 €
287,00 €
1
4T 5h 6min410,39 €
P Kronen D-59821 Arnsberg
Anreise: max. 50km
1.950,00 €
1.050,00 €
2
3T 5h 41min900,00 €
G Kronen D-86554 Pttmes
Anreise: max. 50km
917,36 €
599,00 €
1
3T 5h 38min318,36 €
G Kronen D-12679 Berlin
Anreise: max. 50km
1.901,27 €
1.299,00 €
1
2T 7h 33min602,27 €
G Kronen 78647 Trossingen
Anreise: max. 100km
612,99 €
450,00 €
1
2T 6h 11min162,99 €
G Kronen D-24534 Neumnster
Anreise: max. 50km
604,76 €
438,00 €
2
1T 6h 43min166,76 €
G Kronen D-68753 Waghusel
Anreise: max. 50km
1.609,62 €
760,00 €
4
1T 5h 40min849,62 €
G Kronen D-12349 Berlin
Anreise: max. 50km
693,76 €
370,00 €
2
1T 5h 39min323,76 €
G Kronen 13507 Berlin
Anreise: max. 50km
2.883,79 €
1.500,00 €
4
8h 15min1.383,79 €
Weitere Preisvergleiche

Regionale Kosten-Unterschiede

Die Preise von Zahnärzten sind nicht nur von Zahnarzt zu Zahnarzt, sondern auch je nach Region  unterschiedlich. Informieren Sie sich daher gezielt über die Kosten von Brücken und Kronen in Ihrer Region.

Hinweis: Die hier aufgeführten Städte dienen lediglich als Beispiel. Unser Service funktioniert deutschlandweit.

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Zahnkronen im Heil- und Kostenplan

Bevor eine Zahnkronen-Behandlung begonnen wird, wird bei Gesetzlich-Versicherten ein Heil- und Kostenplan erstellt, in dem die geplante Versorgung, der Befund sowie die vrsl. Kosten der Kronen-Behandlung (BEMA-Honorar, GOZ-Gebühr und Material- und Laborkosten) vermerkt sind. Häufig wird von seiten des Zahnarztes auch der voraussichtliche Festzuschuss angegeben und damit der für den Patienten so wichtige Eigenanteil bei Kronen ausgewiesen.

Für Patienten ist es nicht ganz leicht, den Plan zu verstehen. Im folgenden finden Sie ine Übersicht (Aufklappen durch Klicken). Bitte beachten Sie, dass auf Grund der Systematik des Zahnschemas das gleiche Kürzel unter Umständen etwas anderes bedeutet, wenn es in einer anderen Zeile steht.

Kürzel

In welcher Zeile?

Erklärung der Kürzel

ww

Befund)-Zeile

Dieser Zahn ist erhaltungswürdig, weist aber starke Defekte auf. er muss überkront werden.

kw

Befund)-Zeile

Dieser Zahn ist momentan überkront. Die vorhandene Krone soll jedoch ersetzt werden.

kx

Befund)-Zeile

Der momentan überkronte Zahn soll gezogen werden.

k

Befund)-Zeile

Ein k in der B(efund)-Zeile bedeutet, dass sich an dieser Stelle eine unverblendete Krone befindet.

pk Befund)-Zeile Ein pk in der B(efund)-Zeile bedeutet, dass sich an dieser Stelle eine Teilkrone (Partiale Krone) befindet.

K

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

An dieser Stelle soll eine Krone gesetzt werden. Die Krone wird nicht verblendet.

KV

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

An dieser Stelle soll eine Krone gesetzt werden. Die Krone wird verstibulär verblendet.

KM

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

An dieser Stelle soll eine Krone gesetzt werden. Die Krone wird komplett verblendet oder besteht aus Vollkeramik


KH

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

An dieser Stelle soll eine ZahnKrone gesetzt werden, die als Halteelement (Gegossene Halte- und Stützvorrichtung) für eine größere Versorgung dient.

KO

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

An dieser Stelle soll eine ZahnKrone gesetzt werden, die als Halteelement (Geschiebe, Stege oder Ähnliches) für eine größere Versorgung dient.

SKM

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

Ein k in der B(efund)-Zeile bedeutet, dass sich an dieser Stelle eine unverblendete Krone befindet.

PK

Regelversorgung-Zeile,
oder
Therapie-Planung-Zeile

An dieser Stelle soll eine Teilkrone (Partiale Krone) gesetzt werden.

Die Behandlung mit einer Zahnkrone

In der Zahnmedizin ist der Begriff Zahnkrone ein Überbegriff, der sowohl das natürlich gewachsene „Zahnhaupt“ bezeichnen kann als auch den künstlich erzeugten Ersatz desselben. Wenn man sich exakt ausdrücken möchte, so ist von einer natürlichen (oder auch klinischen) Krone zu sprechen und dieser kann die künstliche (bzw. künstlich hergestellte) Zahnkrone entgegengesetzt werden.

Künstliche Zahnkronen werden im Heil- und Kostenplan mit K, KV oder KM abgekürzt – je nachdem, ob sie gar nicht (K), teil- (KV) oder vollverblendet (KM) angefertigt werden.

Der folgende Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit der künstlichen Zahnkrone (im Folgenden = Krone).

Wann sind künstliche Zahnkronen sinnvoll (Indikation)

Es gibt verschiedene mögliche Beweggründe für eine Kronen-Behandlung (Indikationen). Ein kurzer Überblick:

  1. In der Regel werden künstliche Kronen dann eingesetzt, wenn die natürliche Krone (teilweise) zerstört ist (Zahnrekonstruktion). Je nachdem, wie weit die Zerstörung des Zahns fortgeschritten ist, spricht man hier von Ersatzkronen (weitgehend zerstört) oder Schutzkronen (nur Zahnschmelz zerstört).
  2. In manchen Fällen wird durch das Setzen einer Krone die Zahnform so geändert, dass die Kaufunktion insgesamt verbessert wird.
  3. Theoretisch können Zahnkronen eingesetzt werden, um stark verfärbte Zähne weißer zu machen.
  4. Relativ häufig werden künstliche Zahnkronen gesetzt, um als Halt bzw. Verankerung für eine Zahnbrücke zu dienen. In diesem Zusammenhang spricht man von Verankerungskronen.

Wann ist es nicht sinnvoll, Kronen zu setzen (Kontraindikation)

Allgemein kann man sagen, dass das gewünschte Ergebnis der Kronen-Behandlung (s. Indikation), so weit möglich, nicht durch ungünstige Begleitumstände erschwert werden sollte. Im Besonderen sprechen folgende Gründe (zumindest kurzfristig) gegen das Setzen von Zahnkronen:

  1. Wenn die Krone einmal drauf ist, ist der Weg von oben in den Zahn versperrt. Bevor Zahnkronen gesetzt werden können, muss daher sichergestellt sein, dass man auf diesem Weg (orthograder Zugang) nicht mehr „dort hin muss“. In diesem Zusammenhang ist die Beschaffenheit der Zahnwurzeln von entscheidender Bedeutung:  Wurzelbehandlungen müssen erfolgreich abgeschlossen sein und etwaige Wurzelfüllungen vollständig erbracht.
  2. Zahnfleisch und Zahnhalteapparat sollten weitestgehend gesund sein, bevor die Überkronung eines Zahnes erfolgt. Wenn (starke) Entzündungen bestehen (Gingivitis, Parodontopathie), dann müssen diese durch geeignete Maßnahmen zuvor behandelt werden.
  3. Der vertikal gegenüberliegende Zahn (Antagonist) sollte vorhanden oder durch Zahnersatz ersetzt worden sein.
  4. Die Zahnwurzeln und die Zahnhartsubstanz im Wurzelbereich des zu behandelnden Zahns sollten keine allzu großen Defekte aufweisen.
  5. Zuletzt sind allgemeine gesundheitliche Umstände des Patienten zu bedenken. Die Unverträglichkeit von Betäubungsmitteln (Anästhetika) ist z.B. ein Problem, da die Behandlung mitunter recht lange dauert und die Durchführung auf diese Weise erschwert würde.

Warum eine Krone? Funktionale Bezeichnungen

Künstliche Zahnkronen können nach verschiedenen Kriterien in Gruppen eingeteilt werden. Je nachdem, in welchem Kontext (Zusammenhang) man von Kronen spricht, bezieht man sich dadurch auf bestimmte Eigenschaften. Für den Patienten ist dieser Begriffsdschungel nicht so leicht zu durchschauen. Wir werden im Folgenden etwas Licht in dieses Dickicht bringen.

Wie weiter oben (s. Indikation) beschrieben, werden Zahnkronen aus verschiedenen Beweggründen gesetzt. Dem entsprechend kann man sie wie folgt bezeichnen:

Ersatzkronen

Ersatzkronen dienen dazu, eine zerstörte natürliche Zahnkrone zu ersetzen, um die ursprüngliche Kaufunktion wiederherzustellen. Ästhetische Gesichtspunkte werden beachtet. Eine besondere Form von Ersatzkronen stellen implantat-getragene Zahnkronen (SKM) dar:  Auf ein als künstliche Zahnwurzel gesetztes Implantat wird die künstliche Zahn-Krone (= Suprakonstruktion) aufgesetzt.

Schutzkronen

Wenn man den Begriff Schutzkronen verwendet, betont man die Eigenschaft der künstlichen Zahnkrone, das darunterliegende Gewebe (Dentin) zu schützen. Vor allem im Zusammenhang mit Zahnschmelz-Defekten (Amelogenesis Imperfecta) kommt dieser Terminus zur Anwendung.

Verankerungskronen

Neben dem Schutzaspekt und dem Aspekt der Wiederherstellung der ursprünglichen Anatomie eines Zahns werden Kronen auch gesetzt, um Zahnersatz Halt zu geben. Ein Zahn, der zur Befestigung einer Brücke dient, wird als Pfeilerzahn bezeichnet. Da die Verankerung der Zahnbrücke am Pfeilerzahn mit Hilfe einer künstlichen Krone erfolgt, werden Kronen, die zu diesem Zwecke gesetzt werden, Verankerungskronen genannt.

Im Heil- und Kostenplan werden Verankerungskronen mit KH oder KO abgekürzt.

Tekeskopkronen (Konuskronen, Doppelkronen)

Eine spezielle Form von Verankerungskrone stellt die sog. Teleskopkrone da. Eine Teleskopkrone, die wie ein Kegel (= Konus) geformt ist, wird als Konuskrone bezeichnet. Der Aufbau dieser Kronenart ist speziell auf die Bedürfnisse von kombiniertem Zahnersatz abgestimmt, also Zahnersatz, der sowohl festsitzende als auch herausnehmbare Elemente (Prothesen) beinhaltet. Der am Zahn fest angebrachte Teil einer Teleskopkrone wird als Innenteleskop oder Primärkrone bezeichnet. Dem gegenüber steht das an der herausnehmbaren Prothese fixierte Gegen-Element, das  Außenteleskop oder auch Sekundärkrone genannt wird. Eine Teleskopprothese  kann mittels der in ihr befestigten Sekundärkronen (Außenteleskope) auf den am Zahn fixierten Primärkronen (Innentelskopen) mechanisch einrasten – einem Legosystem nicht ganz unähnlich. Auf Grund der speziellen zweiteiligen Aufbauweise von Teleskopkronen, werden diese auch als Doppelkronen bezeichnet.

Die Kosten einer Teleskopkrone lassen sich schwer pauschal angeben, da die verwendeten Kronen-Materialien und Verblendungen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Allgemein kann man sagen, dass eine Teleskopkrone ungefähr zwischen 600 und 1.500 Euro kostet. Wohl gemerkt dies sind die Kronen Kosten, der Preis einer kompletten Konstruktion (Teleskopprothese, Teleskopierende Brücke) errechnet sich aus der Summe der veranschlagten Gebühren für die Teleskopkronen plus der Kosten für etwaige weiteren Bestandteile des Zahnersatzes.

Im Heil- und Kostenplan erkennt man eine unverblendeteTeleskopkrone an dem Kürzel "T", eine keramisch teilverblendete Teleskopkrone wird mit "KV" abgekürzt und die vollkeramisch verblendete Teleskopkrone mit "TM".

Wieviel wird überkront? Eine Quantitative Einteilung

Je nachdem, ob die natürliche Zahnkrone komplett (= voll) oder nur teilweise ersetzt wird, spricht der Zahnarzt von:

Vollkronen (K)

Vollkronen ersetzen die komplette natürliche (klinische) Krone und werden rund um den Zahnstumpf aufgesetzt. Um eine Vollkrone setzen zu können, muss oft eine beträchtliche Menge an Zahnsubstanz abgetragen (präpariert) werden.

Im Heil- und Kostenplan werden Vollkronen mit K abgekürzt.

Teilkronen (PK)

Eine Teilkrone kommt dann zum Einsatz, wenn die natürliche (klinische) Krone nicht in ihrer Gesamtheit entfernt muss, um den Defekt zu beseitigen. Da in der Zahnmedizin grundsätzlich versucht wird, möglichst wenig gesunde Zahnsubstanz zu entfernen und die Möglichkeiten durch moderne Verfahren zunehmen, werden Teilkronen immer beliebter. Die Abgrenzung zu anderen ähnlichen Zahnersatz-Arten (Inlay, Onlay) ist mitunter schwierig. In seltenen Fällen spricht man, abhängig von der Größe des Teils der natürlichen Zahnkrone, welcher ersetzt wird, auch von Halbkronen, Dreiviertelkronen und Siebenachtelkronen.

Im Heil- und Kostenplan werden Teilkronen mit PK (Partitiale Krone) abgekürzt.

Wie und mit was wird überkront? Qualitative Unterschiede

Künstliche Kronen werden entweder im Zahnlabor hergestellt oder computergestützt in der Zahnarztpraxis angefertigt. Sie können entweder massiv aus einem einzigen Material gearbeitet sein (= Unverblendete Kronen) oder aus verschiedenen Materialien zusammengesetzt werden (= Verblendete Kronen). Die in der Überschrift verwendete Bezeichnung “Qualitative Unterschiede” zielt nicht auf die Wertigkeit der unterschiedlichen Eigenschaften ab, sondern ist im neutralen Sinne als Summe von Eigenschaften zu verstehen.

Unverblendete Metallkronen (K)

Zur Herstellung von unverblendeten Kronen (K) können neben verschiedenen Metall-Legierungen Keramiken oder Kunststoff verwendet werden.

Wie der Name schon sagt, werden Metallkronen aus Metall hergestellt. Die Herstellung selbst erfolgt zumeist durch Gussverfahren und ist daher – was die Herstellung anbelangt – relativ kostengünstig und passgenau möglich. Zum Einsatz kommen hier entweder Edelmetall-Legierungen (EM) oder Nicht-Edelmetall-Legierungen (NEM), seltener werden Kronen aus Titan hergestellt. Metallkronen zeichnen sich durch eine verhältnismäßig lange Beständigkeit (geringe Korrosion) aus. Ein Nachteil ist die hohe Temperatur-Leitfähigkeit der Metalle, die mitunter zu Schmerzen bei heißem oder kaltem Essen führen kann (Temperatur-Empfindlichkeit).

Unabhängig davon, ob die Metallkrone aus Gold oder Nicht-Edelmetall hergestellt wird, kommt sie (in unverblendeter Form) in unserem Kulturkreis meist nur im Backenzahn-Bereich zum Einsatz. Diese Beschränkung hat rein ästhetische Ursachen.

Goldkronen (EM-Kronen)

Goldkronen werden nicht aus reinem Gold hergestellt, sondern aus Legierungen, die zwischen 55% und 90% Goldanteil besitzen. Neben Gold werden vorwiegend andere Edelmetalle in der Legierung verwendet (Platin, Palladium und Silber). Eine Sonderform der Goldkrone stellt die sog. Galvanokrone dar. Hier wird das Gerüst der Krone mittels eines Galvanisierungsvorgangs aus Feingold hergestellt. Galvanokronen sind auf Grund des aufwendigen Herstellungsprozesses selbst im Vergleich mit herkömmlichen EM-Kronen teuer.

Eine Goldkrone kostet zwischen 500 und 1.400 Euro.

Alte Goldkronen stellen abhängig vom Goldanteil auch nach ihrem Einsatz einen Wert dar und können verkauft werden.

Nicht-Edelmetall-Kronen (NEM-Kronen)

NEM-Kronen bzw. Nicht-Edelmetallkronen werden ohne die Zuhilfenahme von Edelmetallen hergestellt. Sie sind edelmetallfrei und werden daher manchmal auch als EMF-Kronen bezeichnet.

Als Basis für NEM-Legierungen dienen Nickel oder Kobalt. Historisch gesehen haben die Kobaltlegierungen Nickellegierungen weitestgehend abgelöst, da Nickellegierungen im Verdacht stehen, gesundheitliche Probleme herbeizuführen.

Eine Krone aus Nicht-Edelmetall kostet zwischen 250 und 400 Euro.

Vollkeramik-Kronen

Für Vollkeramikkronen (Porzelankronen) werden hauptsächlich sog. Oxidkeramiken (Aluminiumoxid, Magnesium-Aluminiumoxid, Zirkondioxid) verwendet. Auf Grund verschiedener Materialeigenschaften sind Keramiken allgemein sehr gut für Zahnkronen geeignet:

a)    hohe Verträglichkeit (Biokompatibilität)

b)    dem natürlichen Zahn nahekommende Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz)

c)    einfache, kostengünstige Herstellung

Im Gegensatz zu Metallkronen können Vollkeramikkronen im Zuge des sog. Cerec-Verfahrens direkt in der Zahnarztpraxis hergestellt werden.

Eine Krone aus Vollkeramik (= Zirkonkrone) kostet zwischen 350 und 1000 Euro.

Vollkunststoffkronen

Zahnkronen, die massiv aus Kunststoff hergestellt werden, sind (noch) nicht sehr verbreitet. Trotz intensiver Forschung gibt es grundlegende Probleme:

a)    hoher Verschleiß

b)    geringe mechanische Festigkeit

c)    erhöhte Zahnbelag-Entstehung (Plaque-Akkumulation)

Durch die Entwicklung moderner Komposite-Materialien ist die Verschleiß-Problematik und das Problem der Festigkeit heute bereits teilweise eingedämmt. Daher erscheint es durchaus möglich, dass Kunststoffkronen einen verspäteten Siegeszug antreten. Nicht zuletzt ist Zahnersatz für viele Patienten eine Frage des Preises, kostengünstige Alternativen sind daher gefragt.

Verblendete Zahnkronen (KM und KV)

Kronen können an ihrer Außenseite von einem zweiten Material ummantelt werden. Diese Ummantelung kann entweder vollumfänglich erfolgen (vollverblendete Kronen, KM) oder nur auf der Seite zur Mundöffnung hin (vestibulär) angefertigt werden (teilverblendete Kronen, KV).

Kunststoff-verblendete Kronen

Bei Zahnersatz ist die Frage nach der Ästhetik schon immer ein wichtiges Thema. Aus diesem Grund werden Kronen im sichtbaren Bereich seit Jahrzehnten gerne verblendet. Bevor die modernen Keramiken ihren Siegeszug antraten, wurden zu diesem Zwecke meist Kunststoffe verwendet.

Heute wird dieses Verfahren auf Grund seiner Nachteile gegenüber keramischen Verblendungen (hoher Verschleiß, erhöhte Plaque-Gefahr) nicht mehr so häufig eingesetzt, obwohl Kunststoffverblendungen verhältnismäßig billig zu haben sind.

Keramisch teil- oder vollverblendete Kronen

Im Gegensatz zu Kunststoff reagiert Keramik mit dem Untergrundmaterial der Krone, wenn es auf dieses bei der Herstellung aufgebrannt wird. Durch diese (chemische) Bindung zwischen Verblendmaterial und Metall-Gerüst sind keramik-verblendete Zahnkronen sehr robust. Es können sowohl Zahnkronen aus Nicht-Edelmetall als auch Goldkronen keramisch verblendet werden.

Ein weiterer Vorteil von Keramik-Verblendungen gegenüber Kronenverblendungen aus Kunststoff ist der deutlich geringere Verschleiß. Ein möglicher Nachteil ist die Anfälligkeit keramischer Materialien zu splittern, wenn sie mit härteren Substanzen in festen Kontakt kommen.

Eine keramisch vollverblendete Goldkrone kostet zwischen 600 und 1.600 Euro.

Eine keramisch vollverblendete Krone aus NEM kostet zwischen 350 und 600 Euro.

Behandlungsablauf

Zusammenfassung: Für die Herstellung einer künstlichen Zahnkrone muss die natürliche Zahnkrone zunächst beschliffen und für einen Abdruck präpariert werden. Je nachdem, aus welchem Material die künstliche Zahnkrone gefertigt werden soll, muss mehr oder weniger abgeschliffen werden. Zum einen wird dabei versucht, möglichst viel vom Zahn zu erhalten, zum anderen muss aber auch genügend Platz für die Modellierung der neuen Zahnkrone geschaffen werden. Oftmals wird der Zahn an Stellen, die durch Karies zerstört wurden, wieder aufgefüllt, so dass jedoch genügend Platz für die neue Zahnkrone vorhanden ist.

Anschließend wird ein Abdruck genommen und an ein Dentallabor geschickt. Anhand dieses Abdrucks kann der Zahntechniker den Zahnersatz modellieren.

Der Abschliff des betroffenen Zahns erfolgt nach einer Betäubung des betreffenden Gebietes. Der bearbeitete Zahnstumpf wird dann bis zum Anbringen der künstlichen Zahnkrone mit einer provisorischen Krone geschützt.

Die endgültige Zahnkrone wird nach deren Fertigstellung mit Zahnzement auf den Stumpf aufgesetzt. Vor dem endgültigen Aufsetzen wird diese jedoch zunächst nur leicht am Zahn befestigt, damit der Patient entscheiden kann, ob die Krone passt, ästhetisch aussieht und kein ungutes Gefühl beim Kauen auftritt.

Der abschließende Eingriff ist recht kurz und wird vom Zahnarzt nach einer leichten Betäubung durchgeführt.

Im Einzelnen:

Zahnvorbereitung

Bevor die Zahnkrone aufgesetzt werden kann, muss der Zahn vorbereitet werden.

Falls der zu überkronende Zahn mit alten Kronen oder Füllungen versehen ist, müssen diese entfernt werden. Alte Kronen werden in Verwendung von sog. Kronentrennern (anschlitzen und aufbiegen) oder durch Lockerung des Zements zwischen Krone und Zahn mit Hilfe von Spezialinstrumenten entfernt.

Aufbau des Zahnstumpfes: Eine gesunde Basis für die Krone

Je nachdem, wie stark der zu überkronende Zahn zerstört ist, müssen verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, damit Zahn und künstliche Krone zusammen einen adäquaten Ersatz für den natürlichen Zahn bilden können. Entscheidend ist hier die Beschaffenheit des Zahnstumpfes. Ist dieser weitestgehend intakt, so ist in vielen Fällen eine Aufbaufüllung desselben als Basis für die Krone ausreichend. Wenn die Zahnkrone jedoch nach dem Aufbau des Zahnstumpfes vorwiegend auf Füllungsmaterialien sitzen würde (weil vom Zahnstumpf zu wenig übrig war), so muss eine aufwendigere Rekonstruktion erfolgen. Dieser aufwendigere Behandlungsschritt wird Stiftaufbau genannt. Die Kosten von Zahnkronen mit Stiftaufbauten sind höher, da die Behandlung komplizierter ist und mehr Behandlungsschritte notwendig sind.

Stiftaufbau: Ein harter Kern von der Krone in die Wurzel

Bevor ein Stiftaufbau erfolgen kann, muss eine Wurzelfüllung gesetzt werden. Umgekehrt gilt aber nicht, dass jeder wurzelbehandelte Zahn auch einen Stiftaufbau benötigt.

Was ist ein Stiftaufbau?

Ein Stift wird durch die vom Zahnstumpf verbliebene Zahnhartsubstanz im Wurzelkanal verankert (Wurzelstift). Hierbei ist der Stift so lang, dass er (nachdem er im Wurzelkanal befestigt wurde) über den Stumpf hinausragt. Auf diese Weise wird der Aufbaufüllung und damit der zu setzenden Krone mehr Halt gegeben, indem Wurzel, Stift, Aufbaufüllung und Krone eine vertikale Einheit bilden.

Man unterscheidet zwischen direkten und indirekten Stiftaufbauten. Bei direkten Stiftaufbauten werden industriell vorgefertigte Stifte verwendet, auf denen eine individuell angefertigte Aufbaufüllung angebracht wird. Bei indirekten Stiftaufbauten bilden Stift und Aufbau eine Einheit, die an die speziellen Bedürfnisse des Patienten angepasst wird. Diese Stift-Aufbau-Einheit wird im Zahnlabor hergestellt.

Stifte können aus verschiedenen Materialien angefertigt werden. Im Zuge eines direkten Stiftaufbaus werden Titanstifte und zunehmend häufiger metallfreie Stifte, wie z.B.  Keramikstifte oder faserverstärkte Kunststoffstifte (Glasfaserstifte), verwendet. Bei indirekten Stiftaufbauten kommen meist Edelmetall-Legierungen zum Einsatz.

 Was ist eine Wurzelstiftkappe?

Eine Wurzelstiftkappe kann bei Bedarf am Wurzelstift fixiert werden. Sie dient als Verbindungselement zwischen einem natürlichem Zahn und Halte-Elementen für Zahnersatz: Drucknopfverankerungen und Stegverankerungen.

Formung des Zahnstumpfs: Die Präparation

Damit die Zahnkronen später nicht wackeln und den mannigfaltigen Belastungen, welchen sie beim Kauen ausgesetzt sind, standhalten können, müssen sie am Zahnstumpf „verkeilt“ werden. Diese „Verkeilung“ geschieht, indem der Zahnstumpf in besonderer Weise geformt wird (Retentionsform, Widerstandsform). In diesem Zusammenhang werden u.a. Stumpfumfang, Stumpfhöhe und die Oberflächenrauigkeit so gestaltet, dass, wenn die Krone mittels Zement befestigt wird, Krone, Stumpf und Zement eine in alle Richtungen widerstandsfähige Einheit bilden können. Gleichzeitig muss bei dieser Formung das Gebot der Erhaltung beachtet werden – möglichst wenig gesunde Zahnsubstanz wird abgeschliffen.

Doch nicht nur der Widerstand gegen zu erwartende Kräfte muss bei der Gestaltung des Zahnstumpfs beachtet werden, auch die Passfähigkeit für die später einzusetzende Krone findet Beachtung. Je nachdem, welche Anforderungen an diese Präparation gestellt sind, finden verschiedene Methoden Anwendung. Am häufigsten wird die sog. Hohlkehlpräparation angewendet, da sie bei nahezu allen Arten von Kronen verwendet werden kann. Bei Teilkronen und Inlays wird meist eine Stufe mit Abschrägung verwendet. Da sich die in der Zahnmedizin eingesetzten Materialien verbessert haben, kommen die Tangentialpräparation und die Stufenpräparation heute nicht mehr so häufig zum Einsatz.

Nach der Präparation und vor der Krone: Das Provisorium

Da, nachdem der Zahn präpariert wurde, in vielen Fällen eine gewisse Zeit vergeht, bis die Zahnkrone eingesetzt werden kann, wird häufig eine provisorische Krone hergestellt, die u.a. den präparierten Pfeiler schützen, die Kaufunktion gewährleisten und den ästhetischen Ansprüchen des Patienten Genüge leisten soll. Darüber hinaus müssen die verwendeten Materialien ausreichend stabil und gut verträglich sein. Daher ist die Herstellung eines Provisoriums mitunter eine recht komplizierte Angelegenheit, die - je nach Ausformung - mit teils beachtlichen Kosten verbunden sein kann. Als Material für die provisorische Krone werden meistens Kunststoffe (Komposite oder PMMA-Kunststoffe) verwendet.

Wie kurz angedeutet, können Provisorien beinahe beliebig aufwendig hergestellt werden. Die Bandbreite reicht hier von direkten, sozusagen im Mund des Patienten hergestellten, Varianten, über Provisorien an Hand von Situationsmodellen bis hin zu Langzeitprovisorien, die auf Basis von Meistermodellen geformt werden. Letztere werden wegen des großen Aufwands und der damit verbundenen Kosten meist nur bei Tragezeiten ab 6 Monaten eingesetzt.

Abformung: Ein 3D-Modell für die Krone

Damit die Krone sich später nahtlos in die vorhandene Zahnreihe einfügen kann, muss sie sehr genau gearbeitet werden. Voraussetzung für eine exakte Arbeit im Labor ist die Anfertigung einer Negativ-Schablone durch den Zahnarzt. Dieses Negativ muss nicht nur den präparierten Zahn, sondern auch die Nachbarzähne, den Verlauf des Zahnfleischs sowie alle Kauflächen wiedergeben.

Sofern das Zahnfleisch nicht zu sehr durch die Präparation in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann die Abformung direkt im Anschluss erfolgen – andernfalls muss die Abheilung abgewartet werden. Zwischenzeitlich sollte ein Provisorium angebracht werden.

Zur Abformung werden meist Silikone (Pfeiler) und Alginate (Kauflächen) verwendet. Sofern Abformungen Privat-Leistung darstellen, werden diese nach GOZ 0050 abgerechnet.

Die Abformmaterialien werden zum einen um den Pfeiler herumgespritzt und zum anderen auf einen sogenannten Löffel aufgebracht. Anschließend wird der Löffel auf die Zahnreihe gepresst. Für eine passgenaue Abformung ist es unerlässlich, dass der Löffel geeignet ist, alle Zähne des Patienten zuverlässig zu erfassen. Oft können fabrikseitig hergestellte Löffel verwendet oder diese durch leichte Anpassungen zum Gebrauch tauglich gemacht werden. Wo dies nicht möglich ist, wird ein individualisierter Löffel hergestellt und verwendet. Die so hergestellten Modelle werden nun ins Labor geschickt, wo die Fertigung der Krone erfolgt.

Weiß, weißer, am weißesten: Welche Farbe soll es sein?

Auch wenn der Wunsch nach immer weißeren Zähnen nachvollziehbar ist, so sollte sich die Farbauswahl für die Gestaltung einer Krone nicht an diesen Idealen orientieren, sondern ausschließlich an der Farbe der restlichen Zähne. Da Farben abhängig von Lichtverhältnissen, Blickwinkeln und Umgebung anders erscheinen können, ist es sinnvoll, die Farbauswahl unter speziellen Konditionen vorzunehmen: Tageslicht, aber keine direkte Sonneneinstrahlung, kein künstliches Licht. Die Prüfung erfolgt mit Hilfe von Farbfächern, Farbkarten oder Farbringen, indem die Zähne mit den Farbbeispielen verglichen werden.

Eingliederung der Zahnkrone

Nachdem die fertige Krone aus dem Labor zurückgekommen ist, wird deren Gestaltung überprüft und das Ergebnis mit dem Patienten besprochen. Wenn es keine Beanstandungen gibt, wird die Krone mit Zement auf den Zahnstumpf bzw. Pfeiler aufgeklebt.

Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie bitte stets auch den Rat Ihres Arztes ein.

* Es handelt sich um unverbindliche Kostenschätzungen. Die endgültige Abrechnung kann vom Betrag der Kostenschätzung abweichen. Zwar bemühen sich unsere Ärzte, die Angebote so realistisch wie möglich zu gestalten, aber unvorhergesehene Umstände lassen sich leider nicht ganz ausschließen. Weitere Informationen finden Sie unter: Für Patienten.