Knochenabbau (Athrophie)

Knochenabbau (Athrophie) ist ein vom altgriechischen Begriff für trophein („ernähren“) abgeleiteter Ausdruck und bezeichnet in der medizinischen Fachsprache verschiedene Formen von Gewebeschwund.

Was nicht beansprucht wird, baut ab. So ist das beim Muskkel und der Knochen ist da nicht viel anders. Aufeinanderkauen stimuliert, "Einsamkeit" entfremdet.  Knochen wird abgebaut, wenn er nicht benötigt wird. Wenn Sie also Zähne gegenüber von Zahnlücken haben, dann rutschen jene mit der Zeit nach unten. Und auf der anderen Seite schwindet der Knochen. Was in der Luft sitzt, hat nicht viel zu tun.  Was nützt ein Zahn, der nicht mahlt oder beißt? Daher könnte der "einsame Zahn" auf kurz oder lang ausfallen.

Implantat früh setzen lassen, sonst ...

In der Zahnheilkunde, speziell der Implantologie, ist das Phänomen der Inaktivitätsathrophie von großer Bedeutung: Die Knochensubstanz des Kiefers wird nach dem Verlust eines Zahnes auf Grund der resultierenden Unterbeanspruchung sukzessive abgebaut.

Implantate benötigen in ihrer Umgebung (periimplantär) jedoch ein ausreichendes Knochenangebot, damit sie auf lange Sicht stabil verankert bleiben.

Daher empfiehlt es sich, nach dem Verlust eines Zahnes nicht allzu lange zu warten, bevor Zahnimplantate gesetzt werden.

Als Zwischenlösung können Prothesen auf Mini-Implantaten fungieren.

... muss ein Knochenaufbau erfolgen.

Ist die Inaktivitätsathrophie bereits zu weit fortgeschritten, als dass ein Implantat gesetzt werden kann, ist ein Knochenaufbau (Augmentation) notwendig, damit hochwertiger Zahnersatz  auf lange Sicht einwandfrei funktioniert. Im hinteren Bereich des Oberkiefers kann zudem ein Sinuslift nötig sein.

Und der verursacht Kosten

Die Kosten für ein Implantat nach Knochenabbau entsprechen den Kosten für ein Implantat mit Knochenaufbau. Für einen Knochenaufbau muss man mit ca. 500 Euro rechnen. Die Implantation selbst kostet zwischen 800 und 1.500 Euro. Verschiedene Angebote kann man sich jedoch über einen Preisvergleich einholen.

Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie bitte stets auch den Rat Ihres Arztes ein.