Zahnärztliches Honorar BEMA

Der Bewertungsmaßstab für kassenärztliche Leistungen (BEMA) wird in der Anlage A zum Bundesmantelvertrag für Zahnärzte (BMV-Z) wie folgt definiert:

„Der Einheitliche Bewertungsmaßstab gemäß § 87 Abs. 2 und 2d SGB V bestimmt den Inhalt der abrechnungsfähigen zahnärztlichen Leistungen und ihr wertmäßiges, in Punkten ausgedrücktes Verhältnis zueinander. Der Inhalt des Leistungsanspruchs der Versicherten und der Umfang der vertragszahnärztlichen Versorgung ergibt sich auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen des SGB V aus den Richtlinien des Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen in Verbindung mit dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen“ (BEMA).

Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen

Im „BEMA Katalog“ sind zahnärztliche Leistungen aufgelistet, die über die gesetzlichen Kassen abgerechnet werden können.

Jeder dieser Leistungen ist eine Bewertungszahl zugeteilt (so hat beispielsweise eine zweiflächige Füllung, F2, die Bewertungszahl 39 und eine dreiflächige Füllung, F3, die Bewertungszahl 49 [Stand 29.10.09]).

Mit Hilfe dieser Bewertungszahlen kann einerseits das Verhältnis unterschiedlicher Leistungen zueinander ersehen werden (unsere dreiflächige Füllung ist also um zehn Bewertungseinheiten umfangreicher als die zweiflächige) und anderseits dienen die Bewertungszahlen dazu, das BEMA Honorar zu berechnen. Hierzu werden die Bewertungszahlen der abzurechnenden BEMA Leistungen (Bsp. 39 für eine zweiflächige Füllung) mit einem sog. Punktwert multipliziert. Dieser Punktewert wurde ab 01.04.09 für alle Kassen bundesweit gültig vereinheitlicht und hat momentan [Stand 29.10.09] den Wert: 0,7454 €.

Während bei Regelversorgungen grundsätzlich nach BEMA abgerechnet wird, kommt bei Versorgungen, die über die Regelversorgung hinausgehen, auch die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) zum Einsatz. Ist zum Beispiel eine teilverblendete Brücke als Regelversorgung vorgesehen, die über BEMA abgerechnet würde, und entscheidet sich der Patient jedoch für eine vollverblendete Brücke, dann käme noch ein Honorar GOZ hinzu. Bei der Versorgung mit einem Implantat würde hingegen gänzlich mit der GOZ abgerechnet werden, da es sich hier um keine Kassenleistung, sondern um eine reine Privatleistung handelt.

Nicht zu verwechseln mit dem BEMA Honorar ist jedoch der sog. Festzuschuss, der letztendlich für die Höhe des Eigenanteils an den Gesamtkosten einer Zahn-Behandlung zahnmaßgeblich ist:

BEMA Honorar + GOZ und GOÄ Honorar + Material und Laborkosten – Festzuschuss = Eigenanteil

Gesundheitsinformationen: Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie bitte stets auch den Rat Ihres Arztes bzw. Zahnarztes ein.

Abrechnungsinformationen: Informationen, die sich auf die zahnärztliche Abrechnung oder allgemein auf Bestimmungen aus Gebührenordnungen beziehen,wurden sorgsam recherchiert, sie erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Gewähr ist ausgeschlossen. Derlei Informationen sind  lediglich als Erstinformation für die Öffentlichkeit und unsere Kunden gedacht.