Das Zahnarzthonorar GOZ

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ist eine deutsche Rechtsverordnung, die die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen regelt. Über sie werden alle zahnmedizinischen Leistungen abgerechnet, die nicht über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden können. Diese Leistungen haben einen bestimmten Schwierigkeitsgrad und werden demzufolge (vereinfacht ausgedrückt) mit einen sog. Satz multipliziert. Dieser Satz kann 1. unterschiedlich und 2. häufig hoch angesetzt sein.

Die GOZ ist für alle Zahnärzte in Deutschland bei der Honorarfindung bindend, „soweit nicht durch das Bundesgesetz etwas anderes bestimmt ist“ (§1 Abs. 1 GOZ). Die letztgenannte Ausnahmeregelung greift insbesondere bei zahnärztlichen Leistungen für Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherungen (kurz: „Kassenpatienten“), die nach dem Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA) abgerechnet werden.

Bei der Versorgung mit Kronen und anderem Zahnersatz wird zwischen der Regelversorgung, der gleichartigen und der andersartigen Versorgung unterschieden. Bei der Regelversorgung wird nach dem Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA) abgerechnet, bei der gleichartigen Versorgung wird sowohl nach dem BEMA, als auch nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und bei der andersartigen Versorgung wird nur nach der GOZ berechnet. Den Differenzbetrag zum Festzuschuss einer Regelversorgung hat der Patient selbst zu tragen. Um den Restbetrag möglichst gering zu halten, lohnt es sich, einen Preisvergleich zu starten.

Was wird nach GOZ abgerechnet?

Zahnärztliche Leistungen für Kassenpatienten, die nicht im BEMA enthalten sind oder über die Richtlinien und Regelungen des Sozialgesetzbuchs Abs. V hinausgehen, werden dem Kassenpatienten durch den Vertragszahnarzt (Kassenzahnarzt) ebenfalls entsprechend der GOZ in Rechnung gestellt.

Da in der Praxis ca. 90 Prozent der Patienten gesetzlich versichert sind, erfolgt die vollständige Abrechnung nach GOZ nur noch in der Minderzahl der Fälle (10% sog. „Privatpatienten“, darunter etwa die Hälfte beihilfeberechtigte Beamte).

Lediglich reine Privatzahnärzte, die keine Kassenzulassung haben, rechnen durchgehend nach der GOZ ab.

Der Steigerungsfaktor  ("Satz")

Zur Bestimmung der Höhe der Gebühr wird der Gebührensatz mit einem Steigerungsfaktor multipliziert. Für einen Steigerungsfaktor im Bereich von 1,0 bis 2,3 bedarf es keiner Begründung. Wenn der Zahnarzt diesen Faktor bzw. Satz überschreitet, muss er dies jedoch schriftlich und nachvollziehbar begründen. Zahlreiche Behandlungen gehören nicht zur vertragszahnärztlichen Versorgung. Diese Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) privat in Rechnung gestellt.

Hierzu gehören insbesondere: 

 

Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie bitte stets auch den Rat Ihres Arztes ein.