CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion
München, 01.06.07 (gzfa) - Das Beschwerdebild Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt das gestörte Zusammenspiel von Oberkiefer (lat. „cranium", dt. Schädel) und Unterkiefer (lat. „mandibula") mit unterschiedlichsten Folgen für den Organismus. So kann CMD für chronische Schmerzsymptome wie Migräne, Tinnitus und zahlreiche arthritische Beschwerden verantwortlich sein.
Auslöser sind Frühkontakte im Biss, die beispielsweise durch schlecht sitzenden Zahnersatz, zu hohe Füllungen oder psychische Faktoren wie Stress entstanden sind. Problematisch wird es, wenn sie über Jahre unerkannt bleiben und die Therapie rein symptombezogen verläuft. Bislang bestehen durch unterschiedliche Lehrmeinungen nicht einheitliche Therapieansätze. Doch es ist unbestritten, dass für eine symptomatische als auch kausale Therapie ein diagnostisch-ursächlicher Therapieansatz mit instrumenteller Funktionsanalyse (FAL) den besten Lösungsweg bietet. Ein therapeutisches Vorgehen innerhalb eines gut funktionierenden ärztlichen Netzwerks ist unbedingt erforderlich, um alle fachärztlichen Bereiche kompetent miteinzubeziehen. Viele erfahrene CMD-Spezialisten und Funktionsdiagnostiker haben dies bereits vor Ort aufgebaut.
Bei Diagnose und Therapie kommt eine Oberkiefer-Aufbissschiene (DROS®) zum Einsatz, die zunächst die problematische Wirkung der Frühkontakte aufhebt. Wichtigstes Ziel und entscheidendes Kriterium für die Qualität der Schiene ist, die Kieferstellung in die individuelle Position zu bringen (auch: physiologische Zentrik). Denn erst die stabile Gelenkposition sichert die Beschwerdefreiheit langfristig und schafft eine Basis, auf der Implantate und metallfreier Zahnersatz für einen dauerhaft stabilen Biss sorgen können. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für eine Schienentherapie derzeit nicht [grundsätzlich], wohingegen die privaten Krankenversicherungen den individuellen Patientenanteil und die Therapie bezuschussen (Stand: 06/2007).
Autor: GZFA
Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie daher, wenn es um Ihre Gesundheit geht, den Rat Ihres Arztes ein.
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