Einführung und Preisvergleich

Bleaching: Der Patientenratgeber

Definition: Ein Bleaching ist eine Methode, verfärbte Zähne durch Bleichmittel aufzuhellen. Dies kann entweder beim Zahnarzt geschehen (Powerbleaching) oder zuhause (Homebleaching).

Bei ausgiebiger Voruntersuchung und fachgerechter Durchführung stellt das Zahnbleaching eine relativ risikolose Behandlung dar.

Die Kosten für das Bleichen der Zähne liegen zwischen 5 Euro für wirkungslose bis schädliche Mittel aus dem Drogeriemarkt bis zu 600 € für ein professionelles In-Office-Bleaching bei einem überteuerten Zahnarzt.

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Preisvergleich startenSo funktioniert's

Bleaching ist grundsätzlich alle Volljährigen geeignet, die mit ihrer Zahnfarbe nicht zufrieden sind. Allerdings lassen sich nicht alle Verfärbungen durch bleichen beseitigen. Darüber hinaus gibt es Kontraindikationen.

Als Bleichmittel dienen i. d. R. Wasserstoffperoxid oder Karbamidperoxid.

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Das verwendete Bleichmittel dringt in den Schmelz bis zum Dentin ein. So werden die Pigmenteinlagerungen im Schmelz oxidiert und in kleinere Moleküle aufgelöst. Dadurch erscheint der Zahn wieder heller.

Abhängig von der Mundhygiene 1 - 3 Jahre. Danach kann man erneut ein Bleaching durchführen.

Ein Bleaching kann in der Praxis des Zahnarztes erfolgen (In-Office-Behandlung) oder in Eigenbehandlung zuhause (Home-Bleaching).

Wird eine Füllung auch heller durch Bleaching?

Nein, bestehen bereits zahnfarbene Kunststofffüllungen, lassen sich diese nicht heller bleichen, sondern müssten erneuert werden.

Ja, je nach genauer Situation können Veneers, Kronen oder eine Mikroabrasion eingesetzt werden.

Die Kosten für ein Bleaching sind zum einen abhängig von der gewählten Bleaching-Art. Es macht einen Unterschied, ob Sie zuhause auf industrielle Produkte zurückgreifen, eine Behandlung unter zahnärztlicher Begleitung wählen oder den gesamten Bleaching-Vorgang in einer Zahnarzt-Praxis vornehmen lassen.

Zweitens hängen die Bleaching-Kosten davon ab, ob Sie nur einzelne Zähne bleichen lassen möchten, etwa weil diese nicht in das Gesamterscheinungsbild passen oder alle Zähne um ein paar Nuancen heller werden sollen.

Drittens ist es nicht unerheblich, wie der Zustand der Zähne ist. Denn um einen toten Zahn weißer zumachen, ist neben dem Bleaching das Auswechseln von Füllungen nötig, was die Behandlung insgesamt teurer macht.

Ein zahnärztliches Bleaching kostet zwischen 100 € und 400 €. Nähere Infos finden Sie hier. Zudem können Sie einen eigenen Bleaching-Preisvergleich starten.

Wenn Sie sich beim Zahnarzt behandeln lassen und keine Kontraindikation zutrifft, dann ist Bleaching verhätnismäßig sicher. Allerdings gibt es wie bei jeder Behandlung Risiken und Nebenwirkungen.

Ausgehend von der Ursprungsfarbe können die Zähne in einer Sitzung um mehrere Stufen auf der Farbskala weißer werden

Wie jede Zahnbehandlung darf ein professionelles Bleaching (Power-Bleaching, Home-Bleaching) nur ein Zahnarzt durchführen.

Oft ist nur eine Sitzung nötig. Nach zwei Sitzungen sollte das Ergebnis erreicht sein.

Da die Zähne durch die Bleichmittel empfindlicher sind als normal und der Zahnschmelz weicher ist, sollte man 24 Stunden nach dem Bleaching auf färbende Lebensmittel verzichten. Vor allem Kaffee und Rotwein. Nähere Infos finden Sie hier.

Die ersten 2 Tage nach dem Zähne-Bleichen sollte man auf das Rauchen verzichten. Nähere Infos finden Sie hier.

Das lebenslange Einlagern von Dentin führt altersbedingt zu gelblich braunen Farbveränderungen der Zahnoberfläche, dies ist ein natürlicher Prozess und wird als physiologisches Nachdunkeln bezeichnet.

Zum anderen können sich mit der Zeit verschiedene organische (pflanzliche und tierische) und anorganische (chemische) Substanzen auf der Zahnoberfläche anlagern. Häufige Quellen für organische Anlagerungen sind Nahrungsmittel wie Tee, Kaffee, und Rotwein. Hinzu kommen Genussmittel wie Zigaretten. Der sog. Raucherbelag bildet sich.

Die dritte mögliche Ursache ist der allmähliche Abrieb von Zahnschmelz. Durch falsches Zähneputzen oder Zähneknirschen wird der Schmelz abgeschmirgelt. Je weniger Zahnschmelz, umso gelber erscheinen die Zähne.

Eine Analyse der Verfärbungen von Zähnen, deren Ursachen und Therapie-Möglichkeiten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Ja, allerdings ist das Vorgehen hier etwas anders als beim normalen Bleaching, da tote Zähne von innen gebleicht werden müssen. Die Ausführliche Antwort finden Sie hier.

Vor der Durchführung eines Zahnbleachings werden die Zähne und das Zahnfleisch genau untersucht. Dies geschieht zum einen durch Sichtkontrolle, zum anderen werden hierfür oft Röntgenbilder herangezogen.

Wenn nur einzelne Zähne gebleicht werden, ist eine Bestimmung des Farbtons der anderen Zähne sinnvoll, damit das spätere Erscheinungsbild stimmig ist. Aber auch wenn alle Zähne gebleacht werden sollen, wird in der Regel vorher eine Farbtonermittlung durchgeführt. Obligatorisch ist die vor dem Bleaching durchzuführende Professionelle Zahnreinigung (PZR).

Sollten es sich während des Beratungsgesprächs oder bei der Untersuchung herausstellen, dass eine Überempfindlichkeit der Zähne vorliegt, kann eine proaktive Desensibilisierung hilfreich sein.

Das genaue Vorgehen im Vorfeld eines Bleachings wird individuell vom Zahnarzt zusammen mit dem Patienten festgelegt. Häufig werden folgende Maßnahmen vorbereitend ergriffen.

Farbtonermittlung

Zur Bestimmung des Farbtons von Zähnen vergleicht man häufig die Zahnfarbe mit vordefinierten Mustern einer Farbskala. Da die Farbwahrnehmung subjektiv ist, gibt es mittlerweile auch technische Geräte, die eine objektive Farbbestimmung ermöglichen sollen.

Durch einen Spektralphotometer wird das Licht zerlegt und ein Lichtstärkewert gemessen. Dieses computergestützte Verfahren erlaubt eine sehr genaue und reproduzierbare Farbbestimmung.

Röntgenaufnahmen

Falls es keine aktuellen Röntgenaufnahmen der Zähne gibt, werden vor einem Bleaching häufig welche erstellt. Für ein Bleaching ist es nämlich sehr wichtig zu wissen, ob ein Zahn zum Beispiel noch vollkommen erhalten ist, ob Füllungen angebracht sind oder ob der Zahn wurzelbehandelt ist.

Speziell beim bleichen von kaputten (avitalen) Zähnen ist dieses Vorgehen äußerst sinnvoll.

Professionelle Zahnreinigung

Zudem sollte vor jedem Bleaching eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Hierbei reinigt entweder der Zahnarzt selbst oder eine Prophylaxe-Assistentin die Zähne, Zahnzwischenräume sowie den Bereich zwischen Zahn und Zahnfleisch mit professionellen Instrumenten und Hilfsmitteln.

Proaktiv ist es unter Umständen sinnvoll, vor einer Bleaching-Behandlung sogenannte Desensibilisierer anwenden, um die Empfindlichkeit während und nach einem Bleaching zu verringern.

Grundsätzlich gilt: Je gesünder die Zähne, desto weniger empfindlich sind sie. Bei gesunden Zähnen sind während eines Bleachings keine größeren Empfindlichkeiten zu erwarten, eine Desensibilisierung ist also nicht nötig.

Beim Bleaching von schadhaften Zähnen hingegen wird  der Zahnarzt unter Umständen proaktiv Desensibilisierer anwenden. Diese sind dann meistens Kaliumnitrat und Fluoride.

Kaliumnitrat

Kaliumnitrat dringt innerhalb weniger Minuten durch den Zahnschmelz und das Zahnbein hindurch zum Zahnmark mit seinen empfindlichen Nerven durch. Dort sorgt es für eine reduzierte Erregbarkeit der Nerven, das heißt, man spürt weniger oder nichts mehr.

Kaliumnitrat ist entweder in Spülungen oder Zahnpasten enthalten, die am besten bis zwei Wochen vor einer Bleaching-Behandlung verwendet werden, um eine Überempfindlichkeit während und nach dem Bleaching zu vermeiden. Oft enthalten die Bleichsysteme selbst bereits Kaliumnitrat, um so die Empfindlichkeit auf Bleichmittel zu reduzieren.

Fluoride

Fluoride steigern die Härte des Zahnschmelzes und sollen zusätzlich die Nervenendungen im Zahnmark verschließen, um ein Eindringen des Bleichmittels zu verhindern. Die Nützlichkeit von Fluoriden gegen Überempfindlichkeiten ist umstritten.

Ein Bleaching, das in der Zahnarztpraxis durchgeführt wird, nennt man Powerbleaching. Andere Begriffe für die gleiche Behandlung sind "Chairside-Bleaching" und "In-Office-Bleaching".

Wasserstoffperoxid, welches als Bleichmittel verwendet wird, kann hier in einer höheren Konzentration eingebracht werden, was die Behandlungsdauer reduziert.

Um das Bleichmittel aufzutragen, wird ein Mundöffner angebracht und flüssiger Kunststoff zwischen Zähnen und Zahnfleisch appliziert, um zu verhindern, dass Bleichmittel mit dem Zahnfleisch in Kontakt tritt.

Die Zähne können auch mit einer Plastikfolie, die mittels kleiner Löcher über die Zähne gestülpt wird, vom Zahnfleisch isoliert werden. Oft wird beides verwendet, um eine ausreichende Isolation des Zahnfleisches zu gewährleisten. Die Isolation des Zahnfleisches von den Zähnen nennt man Kofferdam.

Nach Anbringung des Kofferdams werden die Oberflächen der zu behandelnden Zähne nochmals gereinigt.

Anschließend wird das Bleichmittel aufgetragen und je nach Produkt unterschiedlich lange auf der Oberfläche der Zähne belassen.

Danach werden die Zähne sorgfältig mit Wasser abgespült, um alle Rückstände des Bleichmittels zu entfernen und die Gewebe zu rehydrieren, also mit Flüssigkeit zu versorgen. Abschließend wird der Kofferdam wieder entfernt.

Bei dieser Methode führt der Patient das Bleichen zuhause durch, unter Kontrolle des Zahnarztes.

Die manchmal auch unter dem Begriff "Home-Bleaching" verhandelten Massenprodukte aus Drogeriemärkten und Apotheken, welche ebenfalls Bleaching-Ähnliche Wirkungen versprechen, werden unter "Zähne selber bleichen" besprochen.

Das verwendete Bleichmittel ist meist nicht so stark konzentriert wie bei einem Bleaching beim Zahnarzt – um unnötige Reizungen des Zahnfleisches zu vermeiden.

Dennoch ist erhöhte Vorsicht bei der Anwendung geboten. Mit Bleachingsubstanzen sollte sehr vorsichtig umgegangen und jeglicher Kontakt mit anderen Bereichen im Mundraum als den zu bleichenden Zähnen vermieden werden.

Außerdem ist das Verschlucken von größeren Mengen an Bleichmittel unbedingt zu vermeiden. Bei entsprechender Menge und Konzentration kann diese Vergiftung zu gravierenden Beschwerden führen.

Sollte es versehentlich zu einem Verschlucken von Bleichmittel kommen, holen Sie sich bitte umgehend ärztlichen Rat ein.

Der Zahnarzt bzw. der Zahntechniker fertigt zunächst eine passgenaue Schiene an. Diese individuelle Anpassung ist beim Home-Bleaching sehr wichtig, da auf diese Weise vermieden wird, dass Bleichmittel an das Zahnfleisch gelangt.

Die Bleich-Schienen sind mit Vertiefungen versehen, in die vor dem Einsetzen das Bleichmittel eingefüllt wird. Da beim Home-Bleaching die Schiene zuhause eingesetzt und über Nacht getragen wird, kann das Bleichmittel im Vergleich zum In-Office-Bleaching länger wirken.

Zu beachten ist, dass sich die Technik des Home-Bleachings nur für äußerste Verfärbungen des Zahnschmelzes eignet.

Zudem ist es überaus wichtig, während des Ablaufs eines Home-Bleachings die Zahnhygiene besonders gründlich zu betreiben. Reste des Bleichmittels nach dem Tragen der Schiene müssen gründlich entfernt werden.

Ein devitaler (avitaler) Zahn wird von innen nicht mehr durch Nerven- und Blutbahnen versorgt, er „lebt“ nicht mehr. Bei devitalen Zähnen kommt es häufig zu einer Graufärbung, die ihren Ursprung im Inneren des Zahns hat.

Ein herkömmliches Bleaching hilft hier nicht weiter, da auf diese Weise nur Farbveränderungen im Zahnschmelz beseitigt werden können. Die Entfärbung eines toten, kaputten Zahns hingegen erfordert ein Bleaching von innen.

Da diese Bleaching-Variante den Einsatz von Bleichmitteln im Zahn (anstatt nur an der Oberfläche) erfordert, ist eine spezielle Diagnostik und Vorbereitung notwendig, bevor der eigentliche Bleachingvorgang entsprechend der verwendeten Technik beginnt.

Die Ursache für ein Absterben des Zahns (Pulpanekrose) ist meist eine vorausgegangene Entzündung des Zahninnenraumes, der Pulpa. Diese wird in den meisten Fällen durch Karies verursacht. Ein auf diese Weise entzündeter Zahn erhält häufig eine Wurzelbehandlung.

Bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv vollständig devitalisiert. Bei devitalisierten (kaputten) Zähnen kann es im Bereich der Zahnkrone oft zu Verfärbungen kommen.

Diese Verfärbungen habe ihre Ursache in:

  • Blutungen innerhalb der Pulpa
  • Ablösung des Pulpagewebes
  • Verwendeten Medikamenten
  • Füllungsmaterialien

Derlei Verfärbungen können unter Umständen mittels eines Bleachings behoben werden. Das Bleichen erfolgt dann intern im Wurzelkanal.

Als Bleichmittel wird meist Karbamidperoxid oder Natriumperborat verwendet.

Vor dem Bleichen eines wurzelbehandelten Zahnes sollte die Außenfläche des Zahnes gereinigt werden, so dass man sicher sein kann, dass der Zahn nicht außen verfärbt ist.

Zudem sollte bei wurzelbehandelten Zähnen ein aktuelles Röntgenbild angefertigt werden, um zu überprüfen, ob die Wurzelfüllung in Ordnung ist.

Sind diese Vorarbeiten durchgeführt, wird der zu behandelnde Zahn mittels eines Kofferdam-Gummis vom Zahnfleisch und den umliegenden Zähnen isoliert.

Für das Bleichen selbst wird das Wurzelfüllmaterial im Zahn bis drei Millimeter unter dem Zahnfleischrand wieder entfernt. Nur so kann das Bleichmittel in die sogenannten Zahnsteinkanälchen (Dentintubuli) eindringen und Verfärbungen beseitigen. Anschließend wird die Wurzelfüllung unterhalb der Zahnkrone abgedichtet, um sie durch das Bleichen nicht zu beschädigen.

Danach kann das Bleichmittel in den Zahn eingebracht werden. Hierzu gibt es folgende zwei unterschiedliche Techniken: Die Walking-Bleach-Technik und das Power Bleaching devitaler Zähne.

Die Walking-Bleach-Technik ist sehr zeitintensiv, jedoch auch sehr erfolgreich. Sie wird von Verbänden empfohlen.

Als Bleichmittel wird für diese Technik meist dreifach hydriertes Natriumperborat oder Karbamidperoxid verwendet.

Das Bleichmittel wird mittels einer Spritze in die Zahnhöhle (Pulpakavum) eingebracht. Anschließend wird darüber ein kleines Wattepellet gelegt, das ebenfalls mit Bleichmittel getränkt ist. Anschließend wird der Zahn mittels einer provisorischen Füllung verschlossen.

Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis der zu bleichende Zahn etwas heller erscheint als die Nachbarzähne. Der Zahn dunkelt nämlich nach der Behandlung etwas nach: Grund dafür ist Sauerstoff, mit dem das Zahnhartgewebe während der Behandlung imprägniert wird, der sich aber danach wieder auflöst.

Nach einer Walking-Bleach-Technik-Behandlung muss der Zahninnenraum sorgfältig von Resten des Bleichmittels gereinigt werden. Außerdem wird empfohlen, zwei Wochen zu warten, bis der Zahn definitiv wieder geschlossen wird. Bis dahin wird eine provisorische Füllung angebracht.

Abschließend wird i. d. R. eine Kunststoff-Füllung (Kompositfüllung) zum permanenten Verschluss des Zahns verwendet. Zwar können theoretisch auch andere Füllungsmaterialien verwendet werden, aber die beim Setzen einer solchen Komposit-Füllung eingesetzte Adhäsivtechnik dient neben dem Schutz des Zahninneren auch der Stabilisierung des Zahns.

Bei dieser Technik wird als Bleichmittel Wasserstoffperoxid in hoher Konzentration verwendet. Es wird i .d R. ins Innere des Zahnes eingebracht und zusätzlich auf die sichtbare äußere Fläche der Zahnkrone.

Das Bleichmittel wird alle fünf Minuten durchmischt und alle fünfzehn Minuten durch neues ersetzt. Dieser Vorgang wird in der Regel drei- bis vier Mal wiederholt.

Danach wird der Zahn mit Wasser ausgespült, getrocknet, mit Wasser getränkte Watte eingelegt und der Zugang provisorisch geschlossen.

Nach einer Woche kann, falls die Verfärbung noch nicht verschwunden ist, der Vorgang wiederholt werden.

Manchmal wird ein Powerbleaching devitaler Zähne nur außen am Zahn angewendet, dies meist um eine bestehende Füllung nicht öffnen zu müssen. Dies ist jedoch oft nicht erfolgsversprechend, da Verfärbungen devitaler Zähne ihre Ursache meist im Inneren des Zahnes haben.

Kombinierte Technik

Als Abwandlung der Powerbleaching-Methode bei devitalen Zähnen wird manchmal auch die sog. Kombinierte Technik angewandt. Diese verläuft genauso wie das Powerbleaching (In-Office-Technik), jedoch wird zwischen den Sitzungen Karbamidperoxid eingesetzt und nicht nur mit Wasser getränkte Watte, sodass der Zahn permanent gebleicht wird.

Häufig wird versucht die Wirkung der Bleichmittel durch zusätzliche Mittel (Katalysatoren) zu erhöhen. Früher diente Wärme in diesem Zusammenhang als Verstärker.

Da intensive Wärme jedoch die Pulpa, das Weichgewebe im Zahninneren, angreifen und schädigen kann, wird als Verstärker heutzutage Licht benutzt. Auf diese Weise kann man den Temperaturanstieg im Zahn auf ein Minimum reduzieren.

Manchmal wir das Bleaching durch eine sogenannte Mikroabrasion ergänzt, bei der eine hauchdünne Schmelzschicht abgetragen wird. Dort, wo das Zahnbleaching nicht helfen kann, etwa bei gleichzeitigen Formdefekten oder nicht-bleichbaren Farbveränderungen, können Veneers helfen.

Der Einsatz spezieller Laser und Lampen soll die Wirkung des Bleimittels erhöhen.

Verbreitet sind folgende Lichtquellen:

  • Laser
  • Ultraviolettlicht-Lampen
  • LED-Lampen
  • Plasmalampen
  • Halogenlampen

Die Wirksamkeit von Lasern als Verstärker der Bleichwirkung ist umstritten. "Gesicherte Aussagen über die neue Methode der laserinduzierten   Aktivierung von H2O2 sind aufgrund des erst kurzen Einsatzes dieser Therapieform noch nicht möglich" (Stellungnahme der DGZMK).

Der Einsatz von Wärme beim Bleaching wird als thermokatalytische Technik bezeichnet. Dieses Verfahren wird heute so gut wie nicht mehr praktiziert, war aber früher die gängige Bleaching-Methode.

Das Bleichmittel wird in den Zahn eingebracht und anschließend mit einem aufgeheizten Stopfinstrument erwärmt.

Durch die Erwärmung verstärkt die Wirkung des Bleichmittels. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt.

Durch die Hitze besteht jedoch großes Risiko, dass es zu Irritationen des Zahnnervs (Pulpa) kommt. Diese können worst case zu einer Entzündung des Zahnnervs führen. Eine solche Entzündung wiederum kann zu gravierenden Schädigungen führen, die das Ziehen des Zahnes erforderlich machen.

Hierbei handelt es sich nicht um ein Bleichen der Zähne, sondern um ein Entfernen von oberflächlichen Verfärbungen, die mit einer Zahnreinigung nicht entfernt werden können. Es wird die oberflächlichste Schicht des Zahnschmelzes kontrolliert abgetragen.

Bei der Mikroabrasion wird, wie bei einem Bleaching, der restliche Mundraum von den zu behandelnden Zähnen mittels eines Kofferdam-Gummis isoliert.

Anschließend werden die verfärbten Bereiche mit einer feinkörnigen Fräse bearbeitet. So wird herausgefunden, ob die Verfärbung tatsächlich nur oberflächlich ist und eine Mikroabrasion sinnvoll. Außerdem wird der Schmelz aufgeraut, um die Wirkung der mikroabrasiven Paste zu verbessern, die anschließend mittels eines Gummi-Napfes in die Zähne eingerieben wird.

Nicht alle Farbverfärbungen von Zähnen lassen sich mittels Bleichen beseitigen. Weiße Flecken etwa, entstehen nicht durch Pigmente, sondern sind zumeist auf eine Demineralisierung des Zahnschmelzes zurückzuführen. Sie sind weiß, weil etwas fehlt, nicht weil etwas Zusätzliches die Farbe verändert hat.

Zudem weisen Zähne nicht selten neben unschönen gelben und braunen Flecken bzw. Verfärbungen auch Unregelmäßigkeiten in der Form auf. Diese wirken sich genauso negativ auf das Gesamterscheinungsbild aus wie Flecken.

Zur Lösung dieser Probleme ist ein Bleaching ungeeignet. Veneers, dünne Keramikschalen, die auf der Zahnvorderseite befestigt werden, können hier helfen, das Problem zu kaschieren. Veneers, bei denen die Zähne beschliffen werden müssen, werden Prep-Veneers genannt, solche Keramikverblendungen, bei denen das nicht nötig ist, nennt man Non-Prep-Veneers.

Allgemeine Hinweise

Nach einem Zahnbleaching können die Zähne für einige Zeit sehr kälte- und hitze-empfindlich sein. Das ist der Regel kein Anlass zur Besorgnis, sondern eine gängige Komplikation, die in der Regel nach einiger Zeit von alleine verschwindet.

In den ersten 48 Stunden nach einem Bleaching sollte auf abfärbende und stark saure Lebensmittel und Getränke verzichtet werden, da der  Zahnschmelz insgesamt empfindlicher ist und sich leichter verfärbt.

Ungünstige Lebensmittel:

  • Kaffee
  • Tee
  • Rotwein
  • Artischocken
  • Nikotin
  • Schokolade

In den ersten zwei Tagen nach dem Bleaching sollten Sie zudem auf das Rauchen verzichten.

Insgesamt sollte in dieser eine sehr gründliche Mundhygiene erfolgen, um Plaque- und Zahnsteinbildung zu unterbinden.

Speziell beim Home-Bleaching

Beim Home-Bleaching ist die Weiterverwendung des Bleaching-Mittels über die Behandlung hinaus nicht sinnvoll. Dies bringt keine Verbesserung, sondern führt nur zu einer Überempfindlichkeit der Zähne.

Zudem sollte der Verzicht auf ungünstige Lebensmittel während der gesamten Bleaching-Phase aufrecht erhalten werden.

Warum zum Zahnarzt gehen, wenn man sich die Zähne auch selbst bleichen kann? Der Handel bietet eine breite Palette von Bleaching-Produkten und Zahnweiß-Mitteln. Angefangen bei Pasten, Lösungen und Lacken über Bleaching-Streifen bis hin zu selbstkonfektionierten Bleichschienen scheint alles möglich.

Generell sind solche Anwendungen mit großer Vorsicht zu genießen, da sie mit erhöhten Risiken verbunden sind. Bevor Sie eines dieser Produkte ausprobiert haben, wissen Sie nicht, wie sie es vertragen.

Wenn Sie eine sichere und nachhaltige Methode anstreben, sollten sie in jedem Fall das Vorgehen mit dem Zahnarzt besprechen.

Hier ein Überblick über gängige Hausmittel.

Diese werden etwa von Oral-B® angeboten („Whitestrips“). Es handelt sich um Plastikstreifen aus Polyethylen, die einmal verwendet werden können. Die Streifen enthalten ein Bleichmittel.

Dieses Produkt ist ein wirksames und kostengünstiges Mittel, um die vorderen Zähne (Bereich zwischen den Eckzähnen) zu bleichen.

Geschieht die Anwendung jedoch nicht unter zahnärztlicher Kontrolle, kann dies zu fehlerhafter und inkonstanter Anwendung führen. Auch erkennt man eventuell eine Überempfindlichkeit der Zähne oder des Zahnfleisches gegenüber dem Produkt nicht.

In jedem Fall sollte vor Anwendung eine professionelle Zahnreinigung erfolgen.

Die Streifen eignen sich nur, wenn die Zähne einigermaßen regelmäßig sind, z.B. keine extrem schiefen Zähne oder Zahnlücken vorhanden sind.

Solche Systeme dienen zum „milden“ Bleichen nach einer Zahnreinigung, und sind nur direkt beim Zahnarzt erhältlich.

Die Schienen erfassen das gesamte Gebiss bis zu den Molaren (Mahlzähne). Die Schiene ist sehr flexibel und kann leicht an die Zähne angepasst werden. Auch hier ist eine laufende Kontrolle der Selbstbehandlung durch den Zahnarzt anzuraten.

Zahnpasten, welche die Hälfte aller Zahnweiß-Produkte ausmachen, entfernen meist nur oberflächliche Verfärbungen, haben aber keinen Effekt auf Verfärbungen innerhalb des Zahnschmelzes. Sie greifen jedoch die Oberfläche der Zähne an, was nicht gesund für die Zähne ist.

Zahnpasten, die der Entfernung von Plaque dienen, sind also solchen, die als „Bleichmittel“ angepriesen werden, vorzuziehen.

Diese Produkte tragen dazu bei, neue Verfärbungen an der Zahnoberfläche zu verhindern. Sie haben keine bleichende Wirkung an sich, können aber ein sinnvolles Ergänzungsmittel zur Zahnhygiene sein.

Diese werden auf die Zähne aufgetragen. Diese Produkte gelten als sicher, sofern man sich an die Anwendungshinweise hält. Ihr Einsatz kann sinnvoll sein für den Erhalt der Wirkung eines vorangegangenen Bleachings oder wenn man mit einem bescheideneren Ergebnis bei geringen Kosten zufrieden ist.

Die Bezeichnung Bleaching-Sets bzw. Bleaching-Kits hat sich für industriell-hergestellte Rundum-Sorglos-Pakete eingebürgert. Solche Sets umfassen meist eine Mundschiene, Bleich-Gel, eine Spritze zum Auftragen des Gels sowie eine Farbskala, die zum Messen des Erfolgsergebnisses dient.

Das größte Problem bei diesen Produkten besteht in der Schiene. Da diese nicht individuell angepasst ist, kann sie nicht dicht abschließen. Die Folge ist, dass Bleichmittel in Kontakt mit dem Zahnfleisch kommt und so Irritationen auslösen kann.

Wie bei jeder Behandlung gibt es auch beim Bleichen der Zähne Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, damit die Behandlung angewandt werden kann. Zudem gibt es Gründe, die gegen ein Bleaching sprechen, sogenannte Kontraindikationen.

Grundsätzlich kann hierbei zwischen allgemeinen gesundheitsbezogenen Faktoren und zahnmedizinischen Aspekten unterschieden werden.

Hinweis: Unter Umständen ist ein Bleaching auch möglich, wenn einzelne der folgend beschriebenen Aspekte dagegen sprechen. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt über Möglichkeiten beraten.

Hierzu zählen vorhandene Allergien, die Einnahme bestimmter Medikamente sowie Krankheiten und Schwangerschaft.

  • Allergien gegen Stoffe, die beim Bleaching verwendet werden (vor allem Peroxide)
  • Einnahme von Antibiotika
  • Einnahme von antiinfektiösen Medikamenten
  • Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten
  • Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten
  • Vorhandene Mundtrockenheit (Xerostomie)
  • Diabetes
  • Sjögren-Syndrom
  • Schwangerschaft

Hierzu zählen hygienische Aspekte, Erkrankungen des Mundraums sowie die Beschaffenheit zahnmedizinischer Versorgungen.

Bleichmittel sind aggressive Stoffe, die mannigfaltige Wirkungen auf Zähne und vorhandenen Zahnersatz haben können. Darüber hinaus sind auch Komplikationen möglich.

Es gibt Einflüsse Gewebe. Sowohl auf Schleimhäute als auch Zahnhartgewebe können betroffen sein.

Zude treten unter Umständen Wechselwirkungen mit vorhandenem Zahnersatz auf. Hier können wowohl vorhandene Füllungen aus Amalgam betroffen sein, als auch Kunststoff-Fülungen aus Komposit-Materialien. Darüber hinaus sind Effekte auf Perforationsfüllungen und Implantat-Oberflächen möglich.

Schleimhäute

Bleichmittel können Irritationen am Zahnfleisch, den Lippen oder den Wangen verursachen, falls diese Bereiche unzureichend von den zu bleichenden Zähnen isoliert werden und das Bleichmittel hoch konzentriert ist.

Es handelt sich dabei meist um leichte Verletzungen des Gewebes, die einige Stunden nach der Behandlung schon wieder merklich zurückgehen. Nur selten muss zur Besserung ein Schmerzmittel eingenommen oder eine Kortison creme aufgetragen werden.

Zahnhartgewebe

Unmittelbar nach einem Bleaching ist der Zahnschmelz angegriffen. Allerdings sind diese Schäden nur mit dem Mikroskop zu erkennen. Auch ist der Schmelz weniger hart als vor einer Bleaching-Behandlung.

Um diese Effekte zu minimieren, werden gebleichte Zähne nach einem Bleaching oft mit remineralisierenden fluoridhaltigen Spülungen behandelt.

Auch das Dentin (Zahnstein) kann durch ein Bleaching angegriffen werden. Dies geschieht jedoch nur, wenn Bleichmittel direkt auf das Dentin aufgetragen wird, was selten vorkommt, da es durch den Zahnschmelz geschützt ist.

Verletzungen der Pulpa, des Zahninneren, können bei einem intrinsischen Bleaching eines devitalen Zahnes auftreten, insbesondere wenn Halogenlampen verwendet werden.

Amalgam-Versorgungen

Verschiedene Studien zeigen, dass ein Bleichen von Zähnen mit Amalgam-Füllungen zu einer verstärkten Freisetzung des in diesen Füllungen enthaltenen Quecksilbers, Kupfers und Zinns in der Mundhöhle führt.

Adhäsive Versorgungen

Ein Zahn mit einer Kunststoff-Füllung kann ohne große Probleme gebleacht werden. Allerdings kann sich die Adhäsion am gebleichten Zahnschmelz vorübergehend verringern.

Aufgrund der Farbveränderung des gebleichten Zahnes muss die Füllung zudem eventuell erneuert werden.

Perforationsfüllungen

Wenn das Gewebe bei einer Wurzelbehandlung ungewollt durchbricht, wird diese Perforation mit einem speziellen Zement behandelt.

Manche der hier verwendeten Zemente können mit Bleichmitteln reagieren, sodass ein Bleaching an Zähnen, die  derlei Füllungen haben, vermieden werden sollte.

Implantat-Oberflächen

Bei Kontakt eines Bleichmittels mit den Oberflächen eines Implantats besteht die Gefahr von Korrosion oder einer entzündlichen Reaktion.

So ein Kontakt sollte daher unbedingt vermieden werden

Bei einem Zahnbleaching werden giftige Stoffe verwendet. Daher ist es nur natürlich, dass es durch Kontakt mit diesen Stoffen zu Komplikationen kommen kann. In der Regel verlaufen diese Komplikationen jedoch milde (erhöhte Zahnempfindlichkeit, trockener Mund). Allerdings gibt es Ausnahmefälle, in denen ein Bleaching zum Abbau der Zahnwurzeln führt.

Während der Behandlung in einer Praxis (In-Office-Bleaching) kann es zu leichten vorübergehenden Empfindlichkeiten an Zähnen und Zahnfleisch kommen. Diese werden durch den behandelnden Arzt beobachtet und führen selten zu einer Unterbrechung der Behandlung.

Treten bei einem Homebleaching Empfindlichkeiten auf, ist dieses zu unterbrechen und ein Arzt zu kontaktieren.

Nach einem Bleaching kann es zu einer Überempfindlichkeit der Zähne kommen. Meist ist dies eine Empfindlichkeit gegenüber Temperatur, vor allem gegenüber Kälte.

Hauptursache dieser Empfindlichkeiten ist die Durchdringung des Bleichmittels von Zahnschmelz und Zahnbein bis zum Zahnmark, der sogenannten Pulpa. Meist sind es jedoch kleine Irritationen, die der Körper selber wieder abbaut und deren Symptome nach spätestens zwei Monaten wieder verschwunden sind.

Sehr selten gibt es nach einem Bleaching so große Empfindlichkeiten, dass Schmerzmittel eingenommen werden müssen.

Eine Austrocknung des Mundes (Xerostomie) kann durch das lange Offenhalten des Mundes während des Bleachings auftreten, ist aber in der Regel nicht schlimm.

Liegen jedoch Krankheiten vor, die generell ein starkes Austrocknen der Mundhöhle bewirken, wie etwa Speicheldrüsen-Entzündungen (Sjögren-Syndrom), sollte ein Zahnbleaching nicht durchgeführt werden.

Bei einem internen Bleaching eines devitalen Zahnes kann es vorkommen, dass Bleichmittel in die Wurzel eindringt und es in Folge dessen zu einem Abbau der Zahnwurzeln (Wurzelresorption) kommt. Es ist wissenschaftlich nicht geklärt, was in diesem Zusammenhang genau den Abbau herbeiführt.

Als mögliche Ursachen im Kontext eines Bleachings gelten:

  • Einsatz von zu starken Wärmequellen beim Bleaching
  • Ungenügende Abdichtung der Wurzelfüllung gegen das Bleichmittel
  • Einsatz eines sehr hoch konzentrierten Bleichmittels (Peroxids)

Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie bitte stets auch den Rat Ihres Arztes ein.

Abrechnungsinformationen: Informationen, die sich auf die zahnärztliche Abrechnung oder allgemein auf Bestimmungen aus Gebührenordnungen beziehen, wurden sorgsam recherchiert, sie erheben aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Gewähr ist ausgeschlossen. Derlei Informationen sind lediglich als Erstinformation für die Öffentlichkeit und unsere Kunden gedacht.