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    So geht's

      Der Knochenaufbau bei Implantationen

      Im Zuge der modernen Implantologie kommt dem Konchenaufbau (Augmentation) eine nicht unwesentliche Bedeutung zu, da die Knochensubstanz nach dem Verlust eines Zahnes schnell abnimmt (Inaktivitätsatrophie). Implantate benötigen jedoch ein ausreichendes Knochenangebot, damit der Zahnersatz auf lange Sicht stabil verankert bleibt.

      Allgemein gilt, dass eine Knochendicke von sechs bis acht Millimetern in der Vertikalen und von fünf Millimetern in der Horizontalen ein sicheres Implantatlager darstellt. Ist diese Dicke nicht gegeben, so muss Knochen aufgebaut werden.

      Knochenaufbau-Techniken Für den Erfolg der Augmentation bzw. Implantation ist es von größter Bedeutung, die genauen Ausmaße des Knochendefizits zu diagnostizieren. Hierfür werden röntgenologische Untersuchungen des Zahnhalteapparates vorgenommen. Ergänzend können computertomographische Bilder Aufschluss über die genauen anatomischen Strukturen liefern.

      Je nach dem, welche Region vom Knochendefizit betroffen ist, und wie stark der Schwund foretgeschritten ist, können unterschiedliche Verfahren für Knochenaufbau zum Einsatz kommen.

      Drei wichtige Knochenaufbau-Verfahren im Einzelnen:

      1. Anbringung von Knochenblöcken auf Ober- oder Unterkieferknochen (Auflagerungsplastik)
      2. Vertikales Durchtrennen des Alveolarfortsatzes, um Raum für ein Knocheninterponat zu schaffen (Bone-Splitting)
      3. Einbringung von Knochenersatzmaterial mit dem Ziel, neues Knochengewebe entstehen zu lassen

      Knochenaufbau und Implantation im Zuge einer einzigen Operation?

      Je nach Zustand des Implantatlagers können Knochenaufbau und Implantation während eines einzigen Eingriffs vorgenommen werden (simultane Implantation).

      Dem offensichtlichen Vorteil, eine zweite Operation zu vermeiden, steht der Nachteil gegenüber, dass die Implantate auf diese Weise weniger exakt positioniert werden können.
      Ist eine sekundäre Implantation nötig, d.h. wurden die Implantate während der Augmentation nicht gesetzt, dann sollte diese 3-4 Monate nach dem Knochenaufbau erfolgen. Nachdem die Implantate gesetzt sind (Insertion), sind 3- 6 Monate „Ruhe“ nötig, bevor die Suprakonstruktion installiert werden sollte.

       

       Die aufgeführten Informationen sollten nicht als alleinige Grundlage für Entscheidungen dienen, die Ihre Gesundheit betreffen. Holen Sie daher, wenn es um Ihre Gesundheit geht, den Rat Ihres Arztes ein.